9. Schlussbetrachtung


Die Arbeit ist getan - vorläufig, aber nicht vollendet. Es ist schon ein seltsames Gefühl, die Aufgabe wenigstens in einem bestimmten Umfang erledigt zu haben, dabei aber genau zu wissen, dass sie noch unvollständig ist. Das muß aber im Interesse der Sache in Kauf genommen werden. Der Verfasser hofft sogar darauf, dass seine Unvollkommenheiten andere zum Widerspruch provozieren mögen. Nur dadurch scheint es möglich zu sein, Lücken zu schließen und durch Korrekturen einen höheren Grad an (Un-)Vollständigkeit zu erreichen. Ich betrachte mein Werk deshalb auch zunächst nur als Grundlage, die langfristig zu verbesserten und erweiterten Ausgaben führen soll.

Dabei bin ich, wie schon erwähnt, auf die Mithilfe Dritter angewiesen, so wie ich bereits in der Vergangenheit die Unterstützung vieler genossen habe. Dies ist auch die Stelle, allen zu danken, die mir im Gespräch den einen oder anderen Tipp gegeben, mit einem Beleg meinen Bestand vergrößert oder durch Literatur meinen Horizont erweitert haben. Diese tätige Mithilfe war in schwierigen Situationen vielfach Motivation zum Weitermachen und zum Durchhalten.

Es würde zu weit führen, die Helfer alle namentlich hier aufzuführen; manchmal waren es auch nur flüchtige Begegnungen mit einem Unbekannten. Demjenigen, der mich am meisten unterstützt hat, kann ich meinen Dank zu meinem Bedauern nur anonym aussprechen. Er will nicht namentlich erwähnt werden. obwohl er es gerade war, der mit seinen vielen Tipps und Hinweisen diese Darstellung erst ermöglichte. Ohne ihn wäre sie wahrscheinlich nie begonnen, auf jeden Fall aber nicht fertiggestellt worden. Schade!

Zur Schlußbetrachtung gehört natürlich auch ein Blick in die Zukunft, die allerdings für den Stempelsammler nicht allzu rosig aussieht; die wirtschaftlichen Zwänge, die die Post zum Fortschritt treiben, reduzieren wie schon erwähnt die Vielfalt der Stempel ganz gewaltig. Hinzu kommt der dauernde Personalwechsel an allen möglichen Stellen und die wiederholten Organisationsänderungen im ganzen Postapparat; langjähriges Spezialwissen geht dabei verschüttet und die Bereitschaft zur Information oft im zunehmenden Stress unter. Darüber soll aber die Freundlichkeit einer Reihe von Postmitarbeitern lobend erwähnt werden, die im Rahmen des Möglichen die manchmal schon ausgefallenen Fragen zu beantworten versuchen. Das einzig Positive an dieser Entwicklung ist vielleicht die Tatsache, dass die Stempelgeschichte sich unter Umständen ganz dem Ende zuneigt und dem Verfasser die Möglichkeit eröffnet, sich ein neues Hobby zu suchen.

St. Georgen, August 2001

Schlussbetrachtung zur 2. Ausgabe


Durch die Einfügung des Kapitels 8 ist die Arbeit um einen Aspekt bereichert worden, der den meisten Sammlern eher unbekannt ist und auch mir erst im Laufe der Arbeit nähergebracht wurde. Auch sonst sind einige Ergänzungen eingearbeitet, besonders hinsichtlich der Verwendungszeiträume der Stempel. Grundsätzlich gilt aber die Betrachtung der ersten Ausgabe unverändert weiter.

St. Georgen, Mai 2003

Schlussbetrachtung zur 3. Ausgabe


Die Werbestempel 7.2.06 und 7.2.09 wurden neu eingefügt. Die folgenden Stempelnummern dieses Kapitels wurden nach hinten verschoben. Im Kapitel 8.2. wurden drei bisher unbekannte Stempel aufgenommen (8.2.10; 8.2.26 und 8.2.27)

St. Georgen, März 2004



Wichtige Quellen


Anderson, Hans-Joachim: "Die Bezeichnung der Poststempelformen", Heft 145 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V., 2. Auflage vom 1. Juni 1996

Anderson, Hans-Joachim: "Zur Geschichte der Tagesstempel der Deutschen Reichspost", Heft 135 der Poststempelgilde e.V. vom Oktober 1999

Apelt, Dr. Hans, Kronberg/Taunus "Geschichte und Rechtsgrundlagen der Stempel mit dem Freivermerk "Gebühr bezahlt" in Deutschland nach 1945" in "Philatelie und Postgeschichte" Nr. 19 vom 1. Oktober 1972

Jubiläumsbroschüre "50 Jahre Briefmarkensammlerverein St. Georgen e.V. 1931 - 1981

Klepper, Dieter, "St. Georgen den Hauptpässen nahe gelegen - ein Buch von alten Straßen - " herausgegeben vom Verein für Heimatgeschichte e.V., St. Georgen im Schwarzwald, Juli 1983

Meschenmoser, Alfred, "Die Ausplünderung der Juden", S 142

Michel "Deutschland Spezial Katalog 1995", Schwaneberger-Verlag, München

Nawrocki, Johannes, Berlin "Gebührenstempel der Inflationszeit", Philatelistischer Verlag Fritz Seifert, Leipzig 1940 als Gemeinschaftsarbeit der Infla-Berlin e.V.

Richter, Hans-J., Braunschweig, "Barfrankaturen in den vier Besatzungszonen Deutschlands und in Berlin 1945 - 1949" Handbuch und Katalog, Eigenverlag des Verfassers, 2000

Akten der Gemeindeverwaltung St. Georgen im Schwarzwald (besonders zum Ortsnamen und zu den Werbestempeln)