Stempelgeräte


Zum besseren Verständnis nachstehend Abbildungen der im Text vorkommenden Stempelgeräte, die freundlicherweise von der Firma Ernst Reiner GmbH & Co KG in 78115 Furtwangen zur Verfügung gestellt wurden bzw. aus deren Produktionskatalog entnommen wurden. Nicht abgebildet sind Maschinenstempel, weil die Darstellung einer Bearbeitungsmaschine den eigentlichen Stempelvorgang schlecht verdeutlicht. Im Prinzip entspricht der Stempelvorgang hier weitgehend dem Rollstempel für manuelle Bedienung, nur daß der Stempelmechanismus mit anderen Elementen (Zuführung, Transporteinrichtung usw.) in eine Maschine eingebaut ist.

Hammerstempel
Fauststempel
Rollstempel


Das Druckwerk selbst besteht aus mehreren Typenrädern - für jede Stelle im Stempel ein anderes - auf deren Umfang die Ziffern Null bis Neun eingraviert sind. Entsprechend dem Datum und der Uhrzeit kann jedes Rad einzeln verstellt werden.



Hinweis: der Terminus "Aufgabestempel" wurde bei der Reichspost von Beginn an für die Kennzeichnung der ausgehenden Sendungen verwendet im Gegensatz zu "Bestellungsstempel" oder "Ausgabestempel" für eingehende Sendungen. In der Anfangszeit wurden alle ankommenden Briefsendungen auf der Rückseite gestempelt, meistens mit demselben Stempel, der für die Ausgangspost auch verwendet wurde. Dieser Aufwand wurde schrittweise reduziert, beispielsweise schon mit der Verfügung No. 48 vom 11. März 1873 für Postkarten, Drucksachen, Warenproben usw. Mit der Verfügung No. 1416, Amtsblatt 89/1936 des Reichspostministeriums, vom 29. September 1936 wurde die Bezeichnung "Aufgabestempel" geändert in "Tagesstempel".

St. Georgen im Schwarzwald, den 05. April 2004

Josef Snackers
Blauenweg 38
78112 St. Georgen
Deutschland
Telefon 0049 (0)7724 7288
D1: +49 170 5868920
eMail: jolysnackers@gmx.de